Die Verkehrssituation am Herzog-Ernst-Platz ist für Fußgängerinnen und Fußgänger bereits seit Längerem schwierig. Durch die aktuelle Umleitung über Parkstraße, Hausweg und Herzog-Ernst-Platz hat sich die Lage nach Einschätzung der Fraktion DIE LINKE im Altenburger Stadtrat weiter verschärft.
Die Fraktion hatte bereits vor Beginn der Umleitung wiederholt eine sichere Querungsmöglichkeit gefordert. Dabei wurde unter anderem auch die Einrichtung eines Zebrastreifens vorgeschlagen.
Durch die Umleitung treffen im Bereich des Herzog-Ernst-Platzes derzeit mehrere Verkehrsströme aufeinander. Die Stadtverwaltung bestätigte in einer aktuellen Antwort auf eine Anfrage ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Konkrete Messdaten liegen nach Angaben der Verwaltung allerdings nicht vor.
Zudem kam es im Bereich des Kreisverkehrs bereits zu Auffahrunfällen. Aus Sicht der Fraktion zeigt sich damit erneut, dass die Querungssituation insbesondere an den Ausfahrten des Kreisverkehrs genauer betrachtet werden muss.
Die Stadt plant zunächst, drei Dialogdisplays an den Zufahrten zum Kreisverkehr aufzustellen. Die digitalen Anzeigetafeln sollen Autofahrer auf die Verkehrssituation aufmerksam machen und sie zu einer angepassten Fahrweise bewegen.
„Dialogtafeln können sensibilisieren, sie lösen aber das eigentliche Problem nicht: die sichere Querung der Fahrbahn an den Ausfahrten aus dem Kreisverkehr“, erklärt die Fraktion.
DIE LINKE fordert deshalb, für die Dauer der Umleitung eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde zu prüfen. Dabei gehe es ausdrücklich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme für eine besondere Verkehrssituation.
„Gerade jetzt sollte geprüft werden, ob 30 km/h die Situation für alle Verkehrsteilnehmer und insbesondere für Kinder sicherer machen kann“, heißt es vonseiten der Fraktion.
Dass die Verwaltung diese Frage lediglich mit dem Hinweis auf die Zuständigkeit der unteren Straßenverkehrsbehörde beantwortet habe, reiche nicht aus. Zuständigkeiten dürften nicht dazu führen, dass notwendige Maßnahmen ausblieben.
Stadtverwaltung und zuständige Behörde müssten daher gemeinsam nach einer Lösung suchen, fordert DIE LINKE.
Gleichzeitig müsse die bereits vor Beginn der Umleitung schwierige Querungssituation fachlich und ergebnisoffen untersucht werden. Die Fraktion hält deshalb an ihrer Forderung fest, auch die Einrichtung eines Zebrastreifens am Herzog-Ernst-Platz erneut zu prüfen.
Dabei solle nicht von vornherein eine bestimmte Lösung festgeschrieben werden. Vielmehr müssten verschiedene Möglichkeiten miteinander verglichen werden. Entscheidend seien insbesondere die Sicherheit und Wirksamkeit für Fußgänger, die rechtliche und verkehrliche Umsetzbarkeit sowie die entstehenden Kosten.
Auch der unmittelbare Bereich rund um den Kreisverkehr sollte in die Untersuchung einbezogen werden. Nach Einschätzung der Fraktion könnte eine geringfügig veränderte Lage der Querungsstelle möglicherweise eine einfachere und kostengünstigere Lösung ermöglichen.
„Wenn ein Zebrastreifen mit überschaubarem Aufwand zu einer deutlich sichereren Querung beitragen kann, sollte diese Möglichkeit nicht vorschnell verworfen werden“, erklärt DIE LINKE. Gefordert sei eine sachliche Prüfung: Welche Lösung funktioniere für die Fußgänger tatsächlich, was sei rechtlich und verkehrlich möglich und welche Maßnahme sei wirtschaftlich vertretbar?
Die geplanten Dialogtafeln könnten nach Ansicht der Fraktion ein erster Schritt sein. Sie dürften jedoch nicht zum Schlussstrich werden.
Die schwierige Querungssituation auf dem Schulweg habe bereits lange vor der aktuellen Umleitung bestanden. Durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen sei die Frage nach einer dauerhaften Verbesserung nun noch dringlicher geworden.
DIE LINKE fordert deshalb eine sichere Lösung für die Querung am Herzog-Ernst-Platz sowie eine ernsthafte Prüfung einer Begrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde für die Dauer der Umleitung.
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