Rund 400 geladene Gäste haben beim Jahresempfang der Stadt Altenburg sowie ihrer Gesellschaften – der Energie- und Wasserversorgung Altenburg und der Städtischen Wohnungsgesellschaft – einen abwechslungsreichen Abend im Theaterzelt erlebt. Im Mittelpunkt standen die Themen Bauen, Wohnen und Streiten. Für die kulturelle Umrahmung sorgten Künstlerinnen und Künstler des Theaters Altenburg Gera, die mit ihren Darbietungen zugleich Lust auf die neue Spielzeit machten.
Oberbürgermeister André Neumann nahm die Gäste in seiner Rede mit auf eine gedankliche Zeitreise zehn Jahre in die Zukunft. Sein Spaziergang durch das Altenburg des Jahres 2036 führte durch eine lebendige und aufblühende Stadt, die von mutigen Investitionen und den Impulsen der zurückliegenden Landesgartenschau profitiert.
Ausgehend vom Industriegebiet Altenburg/Windischleuba, in dem sich erste Unternehmen angesiedelt haben, führte der Weg über den einladenden Bahnhofsvorplatz und sanierte Straßen am Lindenau-Museum vorbei zum neu gestalteten Pauritzer Platz. Der Spaziergang endete am Theaterplatz mit Blick auf das aufwendig modernisierte Theatergebäude sowie die erneuerten Fassaden von Schloss und Schlosskirche.
Auch der Keplerplatz, die Frauengasse und der Brühl präsentierten sich in der Zukunftsvision runderneuert und einladend. Die deutschlandweit einmalige Spieleerlebniswelt Yosephinum lockte Touristen aus nah und fern. Gegenüber bot die moderne Bibliothek Ernestinum einen geselligen Treffpunkt für die Stadtgesellschaft. Die Ausstrahlung beider Einrichtungen wirkte dabei weit über die einzelnen Gebäude hinaus und belebte das gesamte Stadtzentrum.
Millioneninvestitionen rund um den Kleinen und Großen Teich machten auch diese Bereiche noch attraktiver. Die Weiterentwicklung des Waldstadions zu einer modernen Sportstätte rundete das Zukunftsbild ab.
Im Anschluss an die visionäre Rede wurde der Kulturpreis der Stadt Altenburg verliehen. Vertreter des Fördervereins Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus nahmen die renommierte Auszeichnung entgegen. Sie machten deutlich, dass sie ihren von großem ehrenamtlichem Engagement geprägten Weg auch künftig fortsetzen wollen.
Anschließend gehörte die Aufmerksamkeit dem ehemaligen Bundesminister Thomas de Maizière. Als prominente Stimme der Initiative für einen handlungsfähigen Staat sprach er darüber, dass Verfahren in Deutschland häufig wichtiger genommen würden als die erzielten Ergebnisse. Anschaulich erläuterte er die Anliegen der Initiative und stieß damit beim Publikum auf lebhaften Applaus.
Gemeinsam mit Marielis Kern, Geschäftsführerin der Thüringer Fiber-Trommel GmbH, Christian Klein, Staatssekretär im Thüringer Justizministerium, und Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, nahm de Maizière außerdem an einer Podiumsdiskussion teil. Dabei wurden die Themen des Abends vertieft und auf die Situation in der Region bezogen.
Zum Abschluss wartete noch eine besondere Überraschung: Der langjährige Kapellmeister des Theaters Altenburg Gera, Thomas Wicklein, erhielt die Ehrenmedaille der Stadt Altenburg. Der Stadtrat hatte die seltene Auszeichnung für den verdienten Orchesterleiter in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.
Wicklein war an diesem Abend nicht nur Ehrengast, sondern dirigierte auch das Orchester beim Jahresempfang.
Wie bereits im Vorjahr wurden die Reden, Ehrungen und die kulturellen Beiträge aufgezeichnet. Die Veranstaltung ist auf der Facebook-Seite der Stadt Altenburg sowie auf dem städtischen YouTube-Kanal abrufbar.
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