Die Langengasse in Altenburg ist vielen vor allem durch ihre schönen Wohnhäuser, das Deutsche Rote Kreuz und den Kindergarten „Brummkreisel“ bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich dort auch die Werkstatt von Matthias Olbrich befindet. Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann stattete dem Keramiker und Stukkateur vor wenigen Tagen einen Besuch ab.
Matthias Olbrich ist der Sohn des Altenburger Malers und Grafikers Heinz Olbrich, der von 1914 bis 2009 lebte und in Altenburg ein Atelier unterhielt. Der vielseitige Künstler hinterließ in der Skatstadt zahlreiche Spuren, unter anderem mit Metallätzmalereien im Krematorium, im Kino sowie in Kindergärten. Mit seinen Werken ist Heinz Olbrich Teil der 1050-jährigen Stadtgeschichte Altenburgs.
Auch Matthias Olbrich ist seit Jahrzehnten handwerklich und künstlerisch tätig. Nach seiner Lehre zum Keramiker arbeitete er zunächst in der Werkstatt seines Vaters mit. Seit 1988 ist er selbstständig und führt eine eigene Werkstatt. Im Jahr 1998 zog er mit seiner Werkstatt in die Langengasse. Seitdem ist er auch als Stukkateur tätig.
Eine besondere Verbindung zwischen Vater und Sohn zeigt sich unter anderem in Nobitz: Bereits 1980 war Matthias Olbrich an einem Wandbild seines Vaters beteiligt. Jahrzehnte später fertigte er eine verkleinerte Kopie dieses Werkes an und trug damit dazu bei, die Erinnerung an das künstlerische Schaffen seines Vaters zu bewahren.
Dem Oberbürgermeister zeigte Matthias Olbrich seine Werkstatt und gab Einblicke in aktuelle Arbeiten. Zum Abschluss des Besuchs würdigte der Oberbürgermeister das Wirken beider Olbrichs in und für Altenburg. Sowohl Heinz Olbrich als auch Matthias Olbrich stehen auf unterschiedliche Weise für künstlerisches und handwerkliches Schaffen, das eng mit Altenburg verbunden ist.
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