Altenburg/Meuselwitz. Der seit Samstag der Vorwoche andauernde Großbrand auf einer ehemaligen Kohlebergbaufläche zwischen Mumsdorf und Falkenhain ist unter Kontrolle und konnte eingedämmt werden. Je nach Wetterlage wird es jedoch weiterhin großflächig zu Rauch- und Geruchsbelästigung kommen.
Alle bisherigen Rauchgasmessungen lagen unter den gesetzlichen Grenzwerten. Mit den Mitteln der Feuerwehr wird der im Erdreich schwelende Brand kurz- und mittelfristig nicht zu löschen sein. Die öffentlichen, zumeist ehrenamtlichen Einsatzkräfte werden ab heute nach und nach abgezogen. Ab kommenden Mittwoch, 8. Juli, wird das betroffene Areal an die Flächeneigentümerin Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) übergeben.
Zur Koordinierung des geordneten Rückzugs der Einsatzkräfte und der Übergabe fand gestern eine Lagebesprechung in großer Runde bei der Meuselwitzer Feuerwehr statt. Teilgenommen haben Vertreter des Landkreises und der Stadt Meuselwitz, die Einsatzleitung und Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Vertreter des Thüringer Landesverwaltungsamtes und des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz. Außerdem waren Vertreter von MITNETZ, MIBRAG und der LMBV anwesend.
Das brennende Gebiet wird auch weiterhin engmaschig überwacht: Sicherheitskräfte bestreiften das Areal mehrmals täglich und überflogen es per Drohne mit Wärmebildkamera zwei- bis dreimal am Tag. Sollten es wieder stärker brennen oder eine Ausbreitung drohen, rücken die Feuerwehren selbstverständlich erneut aus.
Am Mittwoch, 8. Juli, wird die Fläche an die LMBV als Eigentümerin übergeben. In deren Verantwortung liegen dann die Beobachtung und Bekämpfung des Brandes sowie später die Sanierung der Fläche.
Bis dato waren beim bisher größten Brandereignis im Landkreis Altenburger Land fast 800 öffentliche Einsatzkräfte mit 177 Einsatzmitteln (unter anderem Fahrzeuge, Schläuche und Drohnen) beteiligt. Rund 5.000 Kubikmeter Wasser wurden zum Löschen verbraucht. Nahezu alle Feuerwehren des Altenburger Landes waren im Einsatz. Unterstützung kam zudem von Feuerwehren aus fast allen Thüringer Landkreisen sowie aus dem Landkreis Leipzig und dem Burgenlandkreis. Hinzu kamen THW, Rettungsdienste und weitere Hilfsorganisationen.
Landrat Uwe Melzer und Meuselwitzer Bürgermeister Ronny Dathe danken allen Einsatzkräften: „Über Tage hinweg haben Sie unermüdlich gearbeitet. Große Hitze, Rauch und schwieriges Gelände haben Ihnen körperlich und mental alles abverlangt. Dennoch haben Sie mit großem Engagement und hoher Professionalität Ihren Dienst geleistet. Ihr Einsatz hat einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar unsere Feuerwehren und Hilfsorganisationen für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sind…“ Weiterhin richteten sie den Dank auch an die Familien, Arbeitgeber und die Helferinnen und Helfer im Hintergrund sowie an die Bürgerinnen und Bürger, die den Einsatzkräften zur Stärkung spontan Kaffee, Kuchen, Essen und Getränke gebracht haben.
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