Zecken: AOK PLUS rät zur FSME-Schutzimpfung - ABG-Net.de
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Zecken: AOK PLUS rät zur FSME-Schutzimpfung |

(Foto: Erik Karits auf Pixabay)

Zecken: AOK PLUS rät zur FSME-Schutzimpfung

Gesundheit Pressemitteilungen
27.02.2026, 16:57 Uhr
Von: AOK PLUS − Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen
Impfung und Kleidung sollen vor Infektionskrankheiten nach Zeckenstichen schützen

Zum Beginn der Zecken-Saison erinnert die AOK PLUS an die verfügbare Schutzimpfung. Große Teile Sachsens und Thüringens gelten laut Robert-Koch-Institut (RKI) bereits als Risikogebiete. Die kleinen Spinnentiere können Infektionskrankheiten übertragen und lauern mit Beginn warmer Temperaturen in Gräsern und Wäldern.

Das Robert-Koch-Institut hat am 26. Februar seine aktualisierte Risikoeinschätzung für FSME-Gebiete veröffentlicht. Demnach ist das Risiko, nach einem Zeckenbiss an der Frühsommer-Meningoenzephalitis zu erkranken, in Sachsen und Thüringen nach wie vor hoch. In Sachsen sieht das RKI lediglich im Landkreis Leipzig sowie der Stadt Leipzig keine erhöhte Gefahr. In Thüringen sind die Landkreise im Süden und Osten FSME-Risikogebiete: Gera, Greiz, Hildburghausen, Ilm-Kreis, Jena, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg, Suhl und das Weimarer Land. 

Zeckenbisse können mehrere Tage unbemerkt bleiben 
Wenn Menschen in der Natur im Vorbeigehen Zecken abstreifen, ohne dies zu bemerken, können die Tiere mehrere Tage lang Blut saugen und Krankheiten übertragen. Die am häufigsten in Deutschland durch Zeckenstiche hervorgerufene Infektionskrankheiten sind die FSME und die Borreliose. Nicht alle Zecken tragen das FSME-Virus in sich. Wird es jedoch durch einen Stich übertragen, beginnt die Erkrankung beim Menschen ähnlich wie eine Grippe, und kann in schweren Fällen zur Hirnhautentzündung, zu Koordinations- oder Bewusstseinsstörungen führen.

Impfung schützt vor Frühsommer-Meningoenzephalitis 
Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung: Die AOK PLUS übernimmt die Kosten der Immunisierung für alle, die in Deutschland in FSME-Risikogebieten leben oder in diese reisen. Dafür ist kein gesonderter Antrag notwendig. Es reicht, dem behandelnden Arzt zu sagen, dass die Impfung benötigt wird. Die Immunisierung besteht aus drei Teilimpfungen, außerdem kann sie in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. 

Die meisten FSME-Erkrankungen wurden in den vergangenen fünf Jahren in den Thüringer Landkreisen Suhl, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla-Kreis und im Ilm-Kreis sowie in Sachsen im Vogtlandkreis, dem Erzgebirgskreis, dem Landkreis Görlitz und dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge registriert. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts waren die Erkrankten in der überwiegenden Mehrzeit gar nicht oder unzureichend geimpft, weil die Grundimmunisierung unvollständig war oder Auffrisch-Impfungen fehlten. 

Körper und Kleidung nach Zecken absuchen 
Gegen die ebenfalls durch Zecken übertragene Borreliose gibt es keine Schutzimpfung. „Deshalb empfiehlt es sich, den Zecken das Zustechen so schwer wie möglich zu machen“, rät Heiko Kotte, Bereichsleiter Gesundheit fördern bei der AOK PLUS. „Dazu gehört, beim Wandern oder Spazierengehen auf Wegen zu bleiben und hohes Gras oder Unterholz zu meiden. Festes Schuhwerk, lange Hosen und langärmelige Oberbekleidung sind ebenfalls von Vorteil. Außerdem sollten nach einem Ausflug Kleidung und Körper nach Zecken abgesucht werden - insbesondere warme Hautstellen wie Kniekehlen, Achselhöhlen, Hals oder Kopf.“
 

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