Im Landkreis fand in der vergangenen Woche ein Beirat für Migration und Integration statt, um Lösungen für die vietnamesischen Auszubildenden zu erarbeiten, die ihren Ausbildungsplatz verloren haben.
Landrat Uwe Melzer betont, dass das Ziel darin besteht, den betroffenen Azubis eine Perspektive im Landkreis zu bieten. Mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie wurde signalisiert, dass die Ausbildungen fortgesetzt werden sollen.
Organisiert und koordiniert wurde das Treffen von Integrationsmanager Andreas Strahlendorf, der den Kontakt zwischen den betroffenen Akteuren fördert. Er bedankt sich ausdrücklich bei Partnern wie dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und Caritas, die bereits Unterstützung geleistet haben.
Bisher wurden drei Infoveranstaltungen für die vietnamesischen Azubis durchgeführt, um rund 38 junge Frauen und Männer, überwiegend über die Caritas, zu informieren. Tino Fischer, Geschäftsführer des Jobcenters, berichtet von der erfolgreichen Zusammenarbeit: Sechs Arbeitgeber haben bereits zugesagt, einen Teil der Azubis zur Fortsetzung ihrer Ausbildung aufzunehmen.
Eine Herausforderung bleibt das unterschiedliche Sprachniveau der Azubis. Um die Ausbildungsanforderungen erfüllen zu können, benötigen sie mindestens das Sprachlevel B2. Ein Einstufungstest soll Aufschluss über das aktuelle Niveau geben und gezielte Sprachangebote ermöglichen. Für spezielle Förderungen bis hin zur Sonderfinanzierung steht das Landratsamt bereits im Austausch mit dem Ministerium.
Die Gemeinden des Landkreises arbeiten auch an Lösungen für die Unterbringung der Azubis, da einige zusammen mit ihrem Ausbildungsplatz auch ihre Unterkunft verloren haben.
Landrat Melzer äußert Bedauern, dass eine frühere Kenntnis über die Situation helfen könnte. „Die Hilfsangebote sind vorhanden“, stellt er fest und ermutigt die jungen Menschen, sich direkt bei den Beratungsstellen oder in der Behörde zu melden, um Missverständnisse zu vermeiden.
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