Frohburg (Sachsen). Am Wochenende des 19. und 20. September findet auf dem Frohburger Dreieck das 63. Internationale ADAC-Dreieckrennen statt. In sieben Klassen werden etwa 300 Akteure auf zwei Rädern um Titel und Podestplätze kämpfen. Die Höhepunkte beider Renntage bilden die Finalläufe um die IRRC-Meisterschaft (International Road Racing Championship) in den Klassen Supersport (SSP) und Sportbike (SPB).
Ergänzend dazu bieten die Kategorien Twin Cup, BTT, Zweitakt-Grand-Prix, Zweitakt-Klassik und SSP/STK 600 hochklassigen Motorradrennsport. Die Geschichte des Frohburger Dreieckrennens reicht bis ins Jahr 1960 zurück. Damals wurde noch eine 5,8 Kilometer lange Variante genutzt. Vor einigen Jahren wurde der Kurs auf 4,8 Kilometer verkürzt und berührt lediglich die westsächsische Kleinstadt, die zwischen Leipzig und Chemnitz liegt. Start und Ziel befinden sich unmittelbar am Gewerbegebiet. Teilweise wird auch die B 93 in die Rennstrecke eingebunden.
Hautnah können die Besucher an beiden Tagen im Fahrerlager die Vorbereitungen der Aktiven auf Training und Rennen verfolgen und dabei auch Gespräche mit den Fahrern führen.
Das IRRC hat seinen Ursprung im Jahr 2003. Damals fanden Veranstaltungen als Drei-Nationen-Cup in Hengelo (Niederlande), Ostende (Belgien) und Frohburg statt. Später kamen Chimay (Belgien), Schleiz, Hořice (Tschechien), zeitweise auch Těrlicko (Tschechien) sowie das finnische Imatra hinzu.
Beim IRRC-Championat hat sich in diesem Jahr einiges geändert: Die Superbikes (SBK) wurden durch die Kategorie Sportbike (SPB) ersetzt. Zudem finden sich das Schleizer Dreieck in Thüringen und Imatra in Finnland nicht mehr im Jahreskalender wieder. In Hengelo, Chimay – dort im Rahmen einer Doppelveranstaltung – und Hořice wurden jeweils zwei Läufe absolviert. In Frohburg erfolgt mit den Rennen neun und zehn, wie in den Jahren zuvor, der Jahresabschluss. Damit fallen auch die Meisterschaftsentscheidungen in Sachsen.
In der Sportbike-Klasse liegt Jamie Williams (Großbritannien) mit aktuell 165 Punkten zwar vorn. Der Niederländer Wally und der Tscheche Patrik Serbousek, die beide auf Aprilia starten, rechnen sich jedoch ebenfalls noch Titelchancen aus. Bester Deutscher ist derzeit Thomas Wendel (Yamaha) auf Rang zehn. Derryl Tweed, der SBK-Champion von 2025, ist in einem noch ausbaufähigen SPB-Teilnehmerfeld nicht mit von der Partie.
Bei den Supersportlern (SSP/600 ccm) beherrscht der Tscheche Marek Červený, Meister des Jahres 2025 und auf Triumph unterwegs, das Geschehen in diesem Jahr nur scheinbar. Im Vorjahr wurde er in Frohburg einmal Zweiter und einmal Sieger. Sein aktueller Vorsprung mit 177 Punkten auf seinen Landsmann Petr Najman (Triumph/160 Punkte) und Matěj Vít (Tschechien/Triumph) ist daher kein allzu sicheres Polster.
Aus deutscher Sicht kämpfen die Ostthüringer Gary Johnson (Suzuki/Rang sechs) und Sebastian Frotscher vom MSC Schleizer Dreieck (Yamaha/Rang zehn) zwar um gute Platzierungen, können aber nicht mehr in den Titelkampf eingreifen. Rico Vetter (Deutschland/Kawasaki) liegt derzeit auf Rang sechs.
In den übrigen Klassen tummeln sich „gestandene“ Akteure einer vergangenen Epoche. Sie zeigen, dass auch in der Zweitaktkategorie schon vor vielen Jahren sehr schnell gefahren wurde. Stefan Tennstedt, Chris Meyer, Karl-Heinz Hopp, Thomas Wittig und Thomas Lucas bringen Grand-Prix-Motorräder verschiedener Marken an den Start. Ergänzt wird das Feld durch einstige MZ-Werksmaschinen aus Zschopau, die unter anderem von Rajko Wagner gefahren werden.
Die Klassen SSP/Superstock 600, Twin und BTT runden die beiden Renntage in Frohburg ab. Am Samstag beginnen um 8:00 Uhr die Trainingssitzungen. Zwei Rennen folgen am Nachmittag. Am Sonntag sollten die Fans bis spätestens 8:00 Uhr ihre Plätze eingenommen haben, wenn die Strecke zur Aufwärmrunde des ersten Sonntagsrennens freigegeben wird.
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