Frauen-Radballduo Leonie Reinicke/Isabell Kaiser (SG Langenleuba-Niederhain/Fraureuth) wird Deutscher Vizemeister - ABG-Net.de
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Frauen-Radballduo Leonie Reinicke/Isabell Kaiser (SG Langenleuba-Niederhain/Fraureuth) wird Deutscher Vizemeister | Isabell Kaiser (links) und Leonie Reinicke (SG Langenleuba-Niederhain/Edelweiß Fraureuth) wurden Deutsche Radballvizemeister der Frauen

Isabell Kaiser (links) und Leonie Reinicke (SG Langenleuba-Niederhain/Edelweiß Fraureuth) wurden Deutsche Radballvizemeister der Frauen (Foto: Wolfgang Wukasch)

Frauen-Radballduo Leonie Reinicke/Isabell Kaiser (SG Langenleuba-Niederhain/Fraureuth) wird Deutscher Vizemeister

Sportgeschehen Radsport
24.08.2026, 18:26 Uhr
Von: Wolfgang Wukasch
In hart umkämpfter Finalrunde lediglich dem Weltmeisterduo der SG Hofen/Prechtal unterlegen

Langenleuba-Niederhain. Nach der Sommerpause wurde in der Schulsporthalle in Langenleuba-Niederhain der Trainingsbetrieb der Radballer und Radballerinnen des SV 1949 wieder aufgenommen. Während der Spielbetrieb auf Thüringer Landesebene im Oktober beginnen wird – die Terminierung erfolgt durch die Verantwortlichen des Thüringer Rad- und Sportverbandes (TRSV) im Hallenradsport –, ging es für Leonie Reinicke nach Waldrems in Baden-Württemberg.

Die Niederhainer Radballerin, die unter anderem an Europameisterschaften der Juniorinnen/U19 teilgenommen hat, erspielte mit Isabell Kaiser vom SV Edelweiß Fraureuth in der Thüringer Verbandsliga Elite Männer der Saison 2025/26 den vierten Platz. Auch im Bundespokal Frauen 2026 zeigte sich das Duo nach drei Vorrunden-Spieltagen – unter anderem im Februar in Langenleuba-Niederhain – mit Platz zwei erfolgreich. In zwölf Spielen gelangen sechs Siege und ein Remis.

Für die vier besten deutschen Frauenteams – die amtierenden Weltmeisterinnen der SG Hofen/Prechtal, die SG Langenleuba-Niederhain/Fraureuth, die SG Arheilgen/Prechtal und der RVW Merklingen – ging es kürzlich in der Radsporthalle Backnang-Waldrems in der Finalrunde zum einen um den Gewinn des prestigeträchtigen Bundespokals, der gleichbedeutend mit der Deutschen Meisterschaft ist, und zum anderen um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft vom 16. bis 18. Oktober in Derby City/Großbritannien.

Im Modus „Jeder gegen jeden“ standen für jede Mannschaft drei Spiele an. Reinicke/Kaiser trafen zunächst auf Claire Feyler und Nadine Schuler vom RVW Merklingen. Konsequent im Vorwärtsgang und die sich bietenden Chancen nutzend, siegten sie am Ende deutlich mit 7:3.

Mit den amtierenden Weltmeisterinnen Judith Wolf und Danielle Holzer von der SG Hofen/Prechtal stand dem thüringisch-sächsischen Duo im folgenden Spiel allerdings ein anderes Kaliber gegenüber. Beiden Teams war klar, dass hier die Entscheidung um den Pokalsieg und den möglichen WM-Start fallen würde. Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten blieben Reinicke/Kaiser dran. Wolf/Holzer retteten jedoch eine knappe 2:1-Führung in die Pause.

In der zweiten Hälfte erhöhten sich bei Reinicke/Kaiser im Spielaufbau und durch zu hastige Abschlüsse allerdings die Fehlerquote. Hofen/Prechtal agierte cleverer und siegte am Ende mit 6:3.

Noch war jedoch nichts entschieden. Sowohl die SG Langenleuba-Niederhain/Fraureuth als auch Hofen/Prechtal mussten ihre Spiele gewinnen. Zu alter Stärke fanden Reinicke/Kaiser im Spiel gegen die SG Arheilgen/Prechtal zurück und siegten gegen Daria Dönig und Verena Volk sicher mit 6:2.

Im letzten Tagesspiel behielt die SG Hofen/Prechtal gegen den späteren Drittplatzierten RVW Merklingen mit 4:1 die Oberhand. Damit wurde das Team seiner Favoritenrolle gerecht und verteidigte den Vorjahreserfolg.

„Seit gut einem Jahr spielen beide als Mannschaft zusammen, und das Team hat sich bemerkenswert entwickelt“, weiß Niederhains Trainer Marcel Taube.

Radballnachwuchs des SV 1949 Langenleuba-Niederhain schwitzt für Saisonbeginn

Auch im Nachwuchsbereich sind die Niederhainer gut aufgestellt. Derzeit befinden sich rund 20 Jungen und Mädchen im Trainingsbetrieb. Betreut werden sie von Jan Mehnert, dem Abteilungsleiter, sowie Daniel Lory und Marcel Taube.

„Interessierte sind jederzeit willkommen. Mittwochs und freitags am Nachmittag findet in der Schulsporthalle das Training statt“, informiert Radball-Abteilungsleiter Mehnert.

An die Erfolge der vergangenen Saison wollen die Akteure des SV 1949 auch in der Saison 2026/2027 anknüpfen. Diese konnten sich durchaus sehen lassen: In der U11 holten Elias Lory und Emil Schmidt den Titel des Thüringer Meisters. In der U15 wurden Moritz Schmidt und Kolja Stiegler, in der U17 Louis Börngen und Richard Wachler jeweils Vizemeister des Freistaats.

Felix Kirste und Tobias Hanisch gehören zum Stamm der Oberliga und werden auch in der anstehenden Saison auf Tore- und Punktejagd gehen. Drei Mannschaften schickt der SV 1949 in der U13 und zwei in der U17 in die Wettbewerbe um Meisterschaft und Pokal.

Positiv wirkt sich auch die Partnerschaft mit dem RV Edelweiß Fraureuth aus. Gemeinsame Trainingseinheiten und gegenseitige Einladungen zu Wettbewerben nutzen dem SV 1949 Langenleuba-Niederhain und den sächsischen Partnern gleichermaßen.
 

Radballer des SV 1949 Langenleuba-Niederhain nach einem Trainingsnachmittag zur Vorbereitung auf die Saison 2026/2027 (Foto: Wolfgang Wukasch)

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