Die Thümmeleiche in der Region hat inzwischen deutlich mehr Nachwuchs bekommen: 100 Schößlinge der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz sind bereits vergeben und eingepflanzt. Die kleine Eiche, die wohl am weitesten gereist ist, steht inzwischen in der Normandie.
Dorthin gelangte der Baum als Zeichen der Versöhnung: Ein Nöbdenitzer Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg, der den D-Day miterlebte, schickte das Bäumchen in die französische Landschaft. In diesem Frühling durfte er seinen 100. Geburtstag feiern.
Ebenfalls außergewöhnlich ist ein Ort in Vollmershain: Eine abgestorbene Linde, die gefällt werden musste, bot dafür die Möglichkeit. Im Mai wurde in deren hohlen Stubben ein Kind der Nöbdenitzer Eiche eingesetzt.
Der Kulturbund-Freundeskreis im Altenburger Land hatte bereits 2024 mehrere Eichenbäumchen erworben. Eines davon wurde bis vor Kurzem im Topf zwischenkultiviert und steht seit Anfang Juni im Findlingspark in Nochten (Lausitz). Dort wird es regelmäßig gegossen, damit es auf dem Kippenboden gut anwachsen kann.
Ein weiteres Kind der Nöbdenitzer Eiche wurde im Leipziger Zoo gepflanzt. Anlass war das 30-jährige Jubiläum des Landschaftspflegeverbandes Altenburger Land e. V., bei dem einem der Referenten ein kleines Bäumchen übergeben wurde.
Fünf weitere Schößlinge erhielt der Freundeskreis Kunstsammlungen Schloss Friedenstein Gotha e. V.. Sie befinden sich derzeit in Zwischenkultur, bevor sie im Herbst im Schlosspark ausgepflanzt werden.
Aktuell sind noch etwa 20 Schößlinge vorhanden. Diese sind jedoch bereits reserviert, weshalb weitere Anfragen nach Angaben zum aktuellen Stand nicht mehr berücksichtigt werden können.
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