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Dorfkümmerer fördern Gemeinschaft: Spielenachmittag in Thonhausen als Vorbild | Der Spielenachmittag in Thonhausen ist für viele Bürgerinnen und Bürger fester Bestandteil in der Wochenplanung und unverzichtbar.

Der Spielenachmittag in Thonhausen ist für viele Bürgerinnen und Bürger fester Bestandteil in der Wochenplanung und unverzichtbar. (Foto: Landratsamt Altenburger Land)

Dorfkümmerer fördern Gemeinschaft: Spielenachmittag in Thonhausen als Vorbild

Pressemitteilungen Kunst, Kultur & Freizeit
11.06.2026, 12:42 Uhr
Von: Franziska Ducklaus, Öffentlichkeitsarbeit Landratsamt Altenburger Land
Dorfkümmerer stärken das Miteinander im Altenburger Land: In Thonhausen treffen sich Jung und Alt wöchentlich zum Spielenachmittag — ein Modellprojekt mit 15 Ehrenamtlichen im Landkreis.

Thonhausen — Stimmengewirr, Lachen und angeregte Gespräche: Der wöchentliche Spielenachmittag im ersten Stock des Gemeindeamtes ist für viele ältere Einwohnerinnen und Einwohner von Thonhausen längst das Highlight der Woche. Jung und Alt treffen sich dort jeden Donnerstag zum gemeinsamen Skaten, Rommé oder Mensch‑ärgere‑dich‑nicht; oft sitzen die Besucherinnen und Besucher bis in den Abend und essen noch gemeinsam Abendbrot.

Initiatorin vor Ort ist die 64‑jährige Dorfkümmererin Annette Lepschies, die seit Januar 2025 das Angebot in Thonhausen betreut. Neben dem Spielenachmittag organisiert sie die Märchengruppe, unterstützt den Weihnachtsmarkt, war als Osterhase in Sportvereinen aktiv und plant aktuell eine Frauentischtennisgruppe — eine Ergänzung zur bereits bestehenden Männerrunde.

Träger, Struktur und Förderung Im Altenburger Land sind derzeit 15 Dorfkümmerer im Einsatz: fünf in der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental, drei in der VG Rositz, eine in der VG Pleißenaue sowie jeweils eine in Lucka, Nobitz, Langenleubau‑Niederhain, Göpfersdorf und Ponitz. Die Einsatzzeiten variieren: In manchen Gemeinden entspricht der Umfang fast einer Vollzeitstelle, in anderen erfolgt die Tätigkeit auf Minijob‑Basis.

Keith Schütz (l.) und Annette Lepschies. (Foto: Landratsamt Altenburger Land)

Seit 2018 gibt es das Modell im Landkreis; seit rund drei Jahren werden die Dorfkümmerer fachlich über die Diakoniestiftung betreut. Ansprechpartner und Koordinator ist Keith Schütz (Diakoniestiftung Thüringen); die Gesamtkoordination läuft über Sozialplaner Cornelius Dietrich vom Landratsamt (Fachbereich Soziales, Jugend und Gesundheit). Gefördert werden die Dorfkümmerer durch das Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ (LSZ) des Freistaates Thüringen. Die Angebote sind Teil der regionalen Familienförderung des Landkreises.

Aufgaben und Wirkung Dorfkümmerer verstehen sich als erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort: Sie beraten bei Anträgen, vermitteln Hilfe, organisieren gemeinsame Aktivitäten und stärken das nachbarschaftliche Miteinander. Neben Spielenachmittagen gibt es in anderen Orten Frauenfrühstücke, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und Weiterbildungen zu digitalen Sicherheitsthemen, Trauerbegleitung oder Verkehrssicherheit.

Kontakt und Erreichbarkeit Die Dorfkümmerer sind in der Thüringer Familien‑App gelistet. Auskunft erteilen außerdem die jeweilige Gemeindeverwaltung oder Keith Schütz telefonisch unter 03447 8958020 bzw. 0174 6676362.

Ausblick Die rund 20 Spielfreundinnen und Spielfreunde aus Thonhausen schätzen die Angebote und freuen sich bereits auf kommende Treffen — ein deutliches Zeichen dafür, wie Dorfkümmerer zur Lebensqualität und zum generationsübergreifenden Zusammenhalt im ländlichen Raum beitragen.

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