Das Theater Altenburg Gera startet mit einem neuen Kapellmeister in die Spielzeit 2026/27. Der slowakisch-amerikanische Dirigent und Pianist Christopher Važan übernimmt das Amt und tritt damit die Nachfolge von Thomas Wicklein an. Wicklein verabschiedet sich nach fast vier Jahrzehnten am Theater in den Ruhestand.
Christopher Važan wurde 1997 in New York City geboren. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Bereits früh sammelte der Dirigent internationale Erfahrungen an renommierten Opern- und Konzerthäusern.
Unter anderem war Važan als Korrepetitor an der Pariser Nationaloper und beim Radio-Symphonieorchester Wien tätig. Außerdem nahm er an einem Meisterkurs mit Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen teil. Im Jahr 2020 wurde er mit dem Prix des Musiciens der Fondation Signature ausgezeichnet.
Von 2022 bis 2024 arbeitete Važan als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Staatstheater Braunschweig. Anschließend war er von 2024 bis 2026 als 2. Kapellmeister am Staatstheater Meiningen engagiert.
Mit dem Amtsantritt von Christopher Važan verbindet sich auch ein Generationswechsel im Orchester des Theaters Altenburg Gera. Sein Vorgänger Thomas Wicklein hat das Musiktheater in Altenburg und Gera seit 1989 als Kapellmeister entscheidend mitgeprägt.
Für seine langjährigen Verdienste wurde Wicklein mehrfach ausgezeichnet. 2020 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Altenburg. Im Jahr 2026 folgte die Ehrenmedaille der Stadt Altenburg.
Nach fast 40 Jahren am Haus geht Thomas Wicklein nun in den Ruhestand. Mit Christopher Važan übernimmt ein deutlich jüngerer, zugleich aber bereits international und an mehreren deutschen Bühnen erfahrener Musiker seine Nachfolge.
Seinen Einstand am Theater Altenburg Gera gab Christopher Važan bei den Eröffnungsgalas am 27. und 30. August. Damit stand er bereits zum Auftakt der neuen Spielzeit am Dirigentenpult.
Auch beim Konzert zum Tag des offenen Denkmals wird Važan zu erleben sein. Am 11. September dirigiert er in der Brüderkirche Altenburg.
Kommentare