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Jahrespressekonferenz der Altenburger Museen | Residenzschloss Altenburg

Residenzschloss Altenburg (Foto: Marcus Glahn, Schatzkammer Thüringen )

Jahrespressekonferenz der Altenburger Museen

Kunst, Kultur & Freizeit
04.02.2026, 14:43 Uhr
Von: Steven Ritter, Altenburger Museen
Ausblick auf 2026: Jubiläen, Zusammenschluss und große Ausstellungen

Die Altenburger Museen blicken auf ein außergewöhnliches Jahr 2026: Zahlreiche Jubiläen, ambitionierte Ausstellungsprojekte, ein starkes Veranstaltungsprogramm und entscheidende strukturelle Weichenstellungen prägen die Planungen. Anlass hierfür war die Jahrespressekonferenz der Altenburger Museen, bei der Verantwortliche aus Politik, Direktion und Verwaltung Bilanz zogen und Perspektiven aufzeigten.
 

Jubiläumsjahr 2026: Geschichte feiern und Zukunft gestalten

2026 steht ganz im Zeichen bedeutender Jahrestage:

  • 100 Jahre Gerhard Altenbourg, einer der wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten Altenburgs
  • 200 Jahre Herzogtum Sachsen-Altenburg
  • 150 Jahre Museumsgebäude des Lindenau-Museums am Schlossberg

Parallel dazu treiben die Altenburger Museen zwei zentrale Zukunftsprojekte voran: die Gründung des Zweckverbandes Altenburger Museen zum 1. Januar 2027 sowie das vom Bund geförderte Großprojekt Lindenau21PLUS.
 

Jahrespressekonferenz: Rückblick und Ausblick

Im Rahmen der Pressekonferenz gaben
Landrat Uwe Melzer (stellvertretender Vorsitzender),
Dr. Roland Krischke (Direktor),
Dr. Benjamin Spira (stellvertretender Direktor) und
Ute Wittstock (Leiterin Bau- und Liegenschaftsmanagement)
Einblicke in die Entwicklung der Altenburger Museen, bestehend aus dem Lindenau-Museum Altenburg und den Museen im Residenzschloss Altenburg.
 

Auf dem Weg zum Zweckverband Altenburger Museen

Ein zentrales Thema für 2026 ist die Vorbereitung des Zweckverbandes Altenburger Museen, der ab 1. Januar 2027 als juristisch eigenständige Körperschaft starten soll. Damit wird eine jahrzehntelange Trennung der Trägerschaften überwunden.

Bereits seit 2020 arbeiten Lindenau-Museum und Residenzschloss im Rahmen einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft eng zusammen. Gemeinsame Projekte in Ausstellung, Bildung, Restaurierung, Forschung und Kommunikation wurden etabliert. Seit Februar 2025 leitet Dr. Roland Krischke beide Einrichtungen in Personalunion.

Ziel des Zusammenschlusses ist es, den Altenburger Schlossberg zu einem Kompetenzzentrum für Kunst-, Kulturvermittlung und Restaurierung mit überregionaler Strahlkraft weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sollen die einzelnen Museen ihre jeweilige Identität bewahren. Der 2025 vorgestellte Masterplan „Prinzen im Dornröschenschloss“ bildet dafür die strategische Grundlage.
 

Besucherzahlen und Reichweite: Positive Entwicklung 2025

Besuchszahlen

  • Lindenau-Museum Altenburg:
    2025 insgesamt 10.259 Besuche (plus gegenüber 2024)
  • Residenzschloss Altenburg:
    2025 insgesamt 58.352 Besuche
  • Gesamt: 68.611 Besucher:innen (+2,59 %)

Soziale Medien

  • Residenzschloss Altenburg:
    Facebook 64.191, Instagram 145.355
  • Lindenau-Museum Altenburg:
    Facebook 80.474, Instagram 163.395

Überregionale Ausstellungen

Ausstellungen in Freiburg mit Werken aus Altenburg erreichten über 60.000 Besucher:innen.
 

Lindenau21PLUS: Kultur, Bildung und Digitalisierung

Das von der Bundesrepublik Deutschland geförderte Projekt Lindenau21PLUS bleibt auch 2026 ein zentraler Motor der Museumsentwicklung. Fortschritte gab es insbesondere in den Bereichen:

Kulturelle Bildung

  • 2025:
    • 54 Ferienkurse mit über 380 Kindern
    • Angebote für 112 Schulklassen mit mehr als 2.200 Schüler:innen
  • 2026: Ausbau praxisnaher Bildungsangebote, Schwerpunkte auf
    Gerhard Altenbourg und der Ausstellung „Koffer, Kutschen und Kartons“

Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Kunst- und Kulturvermittlung in Altenburg.
 

Digitalisierung

  • Veröffentlichung erster Sammlungsbestände in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  • 2026:
    • Start des Portals Sammlung Digital
    • Launch von LindenauCAMPUSdigital
  • Auszeichnung 2025: DigAMus-Award für bellissimo.digital
     

Restaurierung

  • Restaurierung von über 450 historischen Büchern
  • Abschluss umfangreicher Restaurierungen an Zeichnungen, Skulpturen und Gemälden
  • Abschluss der Restaurierung des monumentalen Gemäldes „Die Galathea“ (Kopie nach Raffael) im 1. Quartal 2026

Provenienzforschung

  • Intensive Erforschung von Beständen aus NS- und SBZ/DDR-Kontexten
  • Neue Präsentationen an der KUNSTWAND
  • 2026: Schwerpunkt etruskische Sammlung des Lindenau-Museums

Bau- und Liegenschaftsmanagement: Projekte 2026

Schwerpunkte:

  • Baumpflege im Schlossgarten (1.413 Bäume erfasst)
  • Drohnen-gestützte Dachinspektion des Residenzschlosses
  • Sanierung der Grabungsstätte Rote Spitzen

Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit Denkmalpflege und Stadt Altenburg.
 

Sonderausstellungen der Altenburger Museen 2026

Der fantastische Gerhard Altenbourg

12. Mai – 16. August 2026
Lindenau-Museum, Prinzenpalais
Große Jubiläumsausstellung zum 100. Geburtstag des Künstlers
Eröffnung: 10. Mai 2026

Koffer, Kutschen und Kartons – 200 Jahre Ankommen in Altenburg

23. Juni – 27. September 2026
Schlossmuseum Altenburg
Eröffnung: 21. Juni 2026

14. Landesfotoschau Thüringens

7. Juli – 30. August 2026
Schlossmuseum Altenburg

Lindenau-Förderpreis 2026

8. September – 1. November 2026
Lindenau-Museum, Prinzenpalais

Von Murmeln bis Minecraft – Kinderspiel gestern und heute

1. Dezember 2026 – 7. März 2027
Spielkartenmuseum Altenburg
 

Veranstaltungshöhepunkte 2026 (Auswahl)

  • Altenburger Kindermuseumsnacht – 6. März
  • Thüringer Schlössertage – 22.–25. Mai
  • Jahresempfang der Altenburger Museen – 3. Juni
  • Junior- & Thüringische Orgelakademie – August
  • Tag des offenen Denkmals – 13. September
  • Thüringer Schlösserkindertag – 20. September
     

Fazit

Mit Jubiläen, großen Ausstellungen, einer starken Bildungsarbeit und der Gründung des Zweckverbandes stellen die Altenburger Museen 2026 entscheidende Weichen für die Zukunft – als kulturelles Leuchtturmprojekt in Thüringen und Mitteldeutschland.
 

v. l. n. r._Dr. Benjamin Spira, Landrat Uwe Melzer, Ute Wittstock, Museumsdirektor Dr. Roland Krischke (Foto: Steven Ritter, Lindenau-Museum Altenburg)

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