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Mähroboter - eine drohende Gefahr für Igel  |

(Foto: Markus Distelrath auf Pixabay)

Mähroboter - eine drohende Gefahr für Igel

Zeitgeschehen Pressemitteilungen
17.07.2023, 09:59 Uhr
Von: Andrea Rücker, Vorsitzende des Vereins " Hoffnung für Wildenten, Schwäne und Co" e.V. Altenburg
In den letzten Tagen erreichten unseren Verein mehrere Meldungen über schwerverletzte oder tote Igel die auf gemähten Grasflächen gefunden worden sind.

Zerschnittene Schnauzen oder Füßchen, abgetrennte Stacheln und Gliedmaßen, die bei den Tieren zu schwersten Verletzungen geführt haben, für die meisten Tiere waren sie lebensbedrohlich bis hin zum Tod. Viele dieser Tiere schleppen sich bis ins Dickicht ,wo sie an den Folgen der Verletzungen , wie Infektionen oder Fliegenmadenbefall unbemerkt und qualvoll sterben .Da Igel keine Fluchttiere sind und sie sich im Vertrauen auf ihre Stacheln zusammenrollen und vor Ort liegen bleiben, haben sie keine Chancen den scharfen Klingen der Mähroboter zu entkommen. Neben den besonders durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützten Igel, sind auch Kröten, Eidechsen , bodenbrütenden Vögel, Amphibien und Insekten betroffen. Kurz gemähte Rasenflächen ,leider immer noch der Wunsch vieler Gartenfreunde, doch hier geht eine dringend benötigte Artenvielfalt verloren. Ohne Wildblumen und Wildkräuter finden Igel und Insekten kaum noch Nahrung und Versteckmöglichkeiten und werden ihrer Lebensräume beraubt. Igel sind im Garten besonders nützlich, da sie Schnecken und Käfer fressen, die sonst Pflanzen befallen. Der Bestand der Igel ist gefährdet und steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Es wird daher empfohlen kleine Ecken und Stellen im Garten naturnah zu belassen, sodass sie viele Versteckmöglichkeiten und Schutzräume in Hecken, Büschen, sowie Laub -und Reisighaufen nutzen können. Wer nun dennoch nicht auf seinen Mähroboter verzichten will, sollte auf keinen Fall diesen in den Nachtstunden laufen zu lassen. Igel sind in den Nachstunden auf Wanderschaft um sich ihr Futter zu suchen, das heißt, gerade da sind sie besonders stark gefährdet. Auch bei der Benutzung am Tag sollte man vorher den Rasen ablaufen und schauen, ob sich dort eventuell unbemerkt Tiere aufhalten. Diese Vorsichtsmaßnahmen sollten unbedingt beachtet werden, damit weiteres Tierleid verhindert werden kann. Unser Verein hat im vergangenem Jahr die Rehkitzhilfe ins Leben gerufen, mehrere landwirtschaftliche Betriebe haben sich dem angeschlossen und vielen Rehkitzen das Leben gerettet, das sollte und muss auch für Igel und Co möglich sein.

Der NABU und die Tierschutzverbände appellieren eindringlich, den Schutz der Tiere in den Vordergrund zu stellen und ihnen ihren Lebensraum nicht noch weiter einzuschränken. Die Tiere brauchen unsere Hilfe und dessen sollten wir uns bewusst sein.

Kommentare

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von Olszewski, 18.07.2023
Das ist auch ein Ergebnis von Bildung und Einstehen für ein Anliegen,so hat A. Rücker es gelernt und hält daran fest.Schreiber meint,es sind nicht nur Igel oder Rehe als Mähverluste zu sehen.Die Natur des Grün samt Insekten und dem Wasserhaushalt zählen zu den Verlustträgern.Klug ist ,wer das sieht und beschreibt und zur Änderung von Gewohnheiten aufruft.Nebenbei sei bemerkt,,ein Englischer Rasen versagt sich ohnehin unserem Klima.Sehr gut dieser Beitrag aus dem Altenburgischen.Danke,Andrea und weiter so!
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