Die Eispiraten Crimmitschau haben am Spielwochenende drei Punkte eingefahren. Im heimischen Sahnpark setzte sich das Team von Jussi Tuores im Sachsenderby mit 4:3 gegen die Dresdner Eislöwen durch. Zwei Tage später mussten sich die Westsachsen bei den Blue Devils Weiden trotz einer über weite Strecken überzeugenden Leistung mit 2:3 geschlagen geben.
Der Freitagabend im Sahnpark stand zunächst ganz im Zeichen von André Schietzold. Die langjährige Clublegende wurde im Rahmen einer emotionalen Jersey-Retirement-Zeremonie geehrt. Schietzolds Trikotnummer 13 hängt künftig unter dem Hallendach und bleibt damit dauerhaft mit dem Standort Crimmitschau verbunden.
Anschließend lieferten die Eispiraten im Sachsenderby gegen Dresden einen leidenschaftlichen Auftritt ab. Im ersten Drittel hielten die Gastgeber dem spielerischen Druck der Eislöwen mit hoher Einsatzbereitschaft und konsequenter Defensivarbeit stand. Tore fielen zunächst nicht.
Nach dem Seitenwechsel schlug Crimmitschau innerhalb von knapp zwei Minuten doppelt zu. Noah Garthe brachte die Eispiraten in der 28. Minute im Powerplay mit 1:0 in Führung. Nur wenig später erhöhte Stanislav Dietz mit seinem ersten Treffer im Eispiraten-Trikot auf 2:0.
Dresden kämpfte sich im Schlussdrittel zurück. Alec Alroth verkürzte auf 1:2, ehe der ehemalige Eispirat Gregory Kreutzer in der 52. Minute den Ausgleich erzielte. In der Schlussphase sorgte Sebastian Streu mit einem Doppelschlag jedoch erneut für die Führung der Hausherren. Erst traf der Angreifer in der 57. Minute zum 3:2, anschließend erhöhte er ins leere Tor auf 4:2.
Tomas Andres brachte die Eislöwen kurz vor Schluss noch einmal heran. Die Eispiraten retteten den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit und feierten vor 4.082 Zuschauern einen wichtigen 4:3-Derbysieg. Nach dem Spiel ließ sich auch André Schietzold gemeinsam mit der Mannschaft von den Fans feiern.
Am Sonntag waren die Eispiraten bei den Blue Devils Weiden zu Gast. Crimmitschau startete engagiert in die Partie und erspielte sich früh mehrere gute Chancen. Die verdiente Führung fiel kurz nach Beginn des zweiten Drittels: Collin Adams verwertete in der 21. Minute einen Rebound zum 1:0.
Anschließend geriet das Spiel jedoch zunehmend zugunsten der Gastgeber. Zahlreiche Strafzeiten brachten Weiden ins Powerplay. Tyler Gron, ebenfalls ein ehemaliger Eispirat, erzielte in der 27. Minute den Ausgleich. Nur wenige Minuten später drehte Michael Regush die Partie. Niklas Postel erhöhte in der 34. Minute auf 3:1 – zwei der drei Weidener Treffer fielen dabei in Überzahl.
Die Eispiraten bewiesen Moral und übernahmen im Schlussabschnitt wieder zunehmend die Kontrolle. Tim Lutz verkürzte in der 45. Minute nach einem Konter auf 2:3. In der Schlussphase drängte Crimmitschau mit aller Macht auf den Ausgleich. Jussi Tuores nahm rund drei Minuten vor dem Ende Torhüter Kevin Reich zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis.
Trotz weiterer Chancen blieb der Ausgleich jedoch aus. Stanislav Dietz traf unter anderem nur den Innenpfosten, während Reich seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel hielt. Vor 1.691 Zuschauern mussten sich die Eispiraten letztlich mit 2:3 geschlagen geben.
Die Eispiraten beendeten das Wochenende damit mit einem Sieg und einer Niederlage. Während die leidenschaftliche Leistung im Sachsenderby mit drei Punkten belohnt wurde, erwiesen sich in Weiden vor allem die Strafzeiten und zwei Gegentore in Unterzahl als entscheidender Faktor. Trotz des Rückstands zeigte Crimmitschau auch am Sonntag eine starke Moral und kämpfte bis zur letzten Sekunde um den Ausgleich.
Zuschauer: 4.082
Zuschauer: 1.691
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