Altenburg. Schlusslicht gegen Tabellenführer lautete die Ansetzung im 13. Pflichtspiel der Thüringer Handball-Oberliga Männer. Der mit drei Punkten - bei bislang einem Sieg und einem Remis – an der roten Laterne festhaltende SV Aufbau Altenburg konnte auch gegen Spitzenreiter HSV Apolda 1990 keinen Befreiungsschlag landen und unterlag letztlich klar mit 25:34. Für HSV Apolda bedeutet der am Ende sicher heraus gespielte Erfolg weiterhin die Spitzenposition, obwohl Tabellenvize HSG Suhl gegen HSV Ronneburg (36:25) ebenfalls klar punkten konnte und den Glockenstädtern - mit einem Spiel mehr - weiterhin auf den Fersen bleibt. Auch HSV Weimar, der in Ziegelheim gegen den LSV mit 29:39 arg unter die Räder kam, vermag sich als Tabellenvorletzter nicht zu verbessern. Also alles wie gehabt. Die Altenburger legten los wie die Feuerwehr, nutzten eine Schwächephase der Gäste und bestimmten ab der 12.Minute (6:6) - nach stets knapper Führung - das Geschehen auf dem Parkett in der Südost Sporthalle der Skatstadt. Durch die jeweils zwei Tore von Johann Felix Köhler und Robby Borngräber erschien plötzlich ein Viertorevorsprung (10:6/15.Minute) auf der Anzeigetafel. Das Aufbau-Pulver schien verschossen, überhastete und unkonzentriert ausgeführte Abschlüsse ließen die Gäste wieder herankommen (20.Min./11:11/Lars Langer). Aufbau-Coach Sebastian Heilmann nahm Auszeit, diese zeigte Wirkung. 20 Sekunden vor dem Pausentee netzte Robby Borngräber zum verdienten 14:14 ein. Doch ausgerechnet Börngräber handelte sich 14 Sekunden darauf zwei Minuten ein, die Überzahlvariante nutzten die Gäste sechs Sekunden vor der Sirene zum 15:14-Führungstreffer (Dusan Trifkovic). Der Spielfaden bei den Altenburgern war nach Wiederanpfiff gerissen, der Kräfteverschleiß war wohl zu groß. Im Zuspiel zeigten sich arge Schwächen, die Abwehr löchrig. Gegen die Würfe von Trikovic, Langer, Hristian Miloshewski, Marko Dosen und Kay Winter zeigten sich die Aufbau-Torhüter Friedrich Schmidt und David Kießhauer trotz anfänglich hervorragender Paraden zunehmend weniger erfolgreich, Apolda lag in der 38.Minute bereits mit fünf Toren (19:14) vorn. Bei dieser Tordifferenz in etwa blieb es vorerst (42./Tim Vogeler/17:21), ehe der Tabellenführer, angetrieben auch durch seine mitgereisten Fans, Tor um Tor davon zog, (49.Min./29:20/Marko Dosen). Magnus Hürten setzte mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel den Schlusspunkt (60.Min./34:25 aus Sicht der Gäste) unter einem kampfbetonten und durchaus niveauvollem Fight, in dem sich beide Teams nichts schenkten, und das vom Schiri-Duo Frank Schmidt/Ralf Langbein souverän und umsichtig geleitet wurde. Kommende Woche (14.Februar) reist der SV Aufbau Altenburg nach Erfurt. Dort warten die Wölfe (Platz 7), die ihr Spiel in Hermsdorf mit 32:26 gewannen (Tendenz steigend).
Tore für Aufbau Altenburg erzielten: Florian Wessel (8), Johann Felix Köhler (5), Robby Borngräber, Paul Emilius Ficher (je 3), Lennart Bettels, Chris Unger (je 2), Jannes Wernecke, Tim Vogler (je 1).
Tore für den HSV Apolda 1990 erzielten: Hristijan Miloshevski (9), Dejan Goshevski, Lars Langer (je 5), Marko Dosen (4), Dusan Trifkovic (3), Kay Winter, Magnus Hürten, Kristijan Smilji (je 2), Sebastian Wenke, Eik Natzschka (je 1 Tor).
Arnstadt. Die Oberliga-Frauen des SV Aufbau Altenburg setzten bei ihrem Auftritt bei der HSG Ilm-Kreis ihre Erfolgsserie fort und festigen mit einem klaren 33:21-Sieg ihre Tabellenführung. Auch im 11.Saison-Punktspiel in der Sporthalle am Jahnsportpark in Arnstadt blieben die Schützlinge um das Trainergespanns Ronny Bärbig/Antonio Rohr ungeschlagen und können auf eine stattliche Bilanz von 22:0 Punkten bei 322:213 Toren verweisen. In der 13.Minute lagen die Altenburgerinnen bereits mit 10:1 vorn, beim Gang zum Pausentee in die Kabinen mit 18:10. In Hälfte zwei markierte Leni Kröber (40.Min.) das 23:13 für Aufbau. Über 28:18 (52.Min./Jennifer Vogel) und ein weiteres Laura Moosdorf-Tor (59.) stand mit dem 33:21-Sieg Nummer 11 für die Gäste aus der Skatstadt fest. Franziska Bärbig markierte 11 Treffer (6/6), Vivien Maria Klöppel 7, Leni Kröber 4, Laura Moosdorf 3, Hannah Gentsch und Jennifer Vogel je 2. Paula Böhme, Melina Nike Bauer, Nancy Beine und Marie Heinze trugen mit jeweils einem Tor zum Kantersieg der Aufbau-Frauen bei.
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