Die Preise für Heiztechnik stabilisieren sich, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Wärmepumpen deutlich. Doch beim konkreten Angebot ist Vorsicht geboten: Eine Auswertung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) von mehr als 2.000 Wärmepumpen-Angeboten zeigt erhebliche Unterschiede bei Preis und Leistungsumfang. Die Verbraucherzentrale Thüringen rät deshalb, mehrere Angebote einzuholen und sie vor einer Entscheidung genau zu vergleichen.
Wer derzeit über eine neue Heizung nachdenkt, trifft auf günstigere Rahmenbedingungen als noch in den vergangenen Jahren: Die Preise vieler Heiztechniken haben sich weitgehend stabilisiert. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ermittelte für 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von 2,7 Prozent für 21 untersuchte Heiztechniken. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen blieb der durchschnittliche Anschaffungspreis mit rund 36.000 Euro gegenüber dem Vorjahr sogar unverändert.
Auch bei einem stabileren Preisniveau lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf das einzelne Angebot. Entscheidend ist, ob Preis, Leistungsumfang und technische Auslegung zusammenpassen.
Große Unterschiede bei Preis und Leistung
Eine Auswertung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) von mehr als 2.000 Wärmepumpen-Angeboten zeigt erhebliche Unterschiede bei Preis und Leistungsumfang. Für vergleichbare Anlagen lagen die Preisabweichungen teilweise bei bis zu 250 Prozent.
Der Endpreis allein sagt daher wenig darüber aus, ob ein Angebot tatsächlich günstig und technisch sinnvoll ist. Wichtig ist auch, welche Leistungen enthalten sind und ob die Anlage passend für das jeweilige Gebäude ausgelegt wurde.
Die Verbraucherzentrale Thüringen empfiehlt deshalb, vor der Beauftragung mehrere Angebote einzuholen. Wichtig sind insbesondere eine korrekte Heizlastberechnung und eine vollständige Aufstellung aller erforderlichen Arbeiten und Leistungen. Verbraucher:innen können Angebote außerdem mit dem kostenlosen Wärmepumpenangebotsvergleich der Energieberatung der Verbraucherzentrale prüfen lassen.
Wärmepumpen-Nachfrage steigt deutlich
Gleichzeitig wächst der Markt für Wärmepumpen weiter. Nach Angaben der Absatzstatistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 40 Prozent mehr Wärmepumpen von Herstellern an Großhändler und Fachhandwerker verkauft als im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal erreichten Wärmepumpen demnach einen Marktanteil von mehr als 60 Prozent.
Die steigende Nachfrage und die stabileren Preise können die Planung eines Heizungstauschs erleichtern. Gerade bei einer größeren Investition kann eine unabhängige Prüfung helfen, Unterschiede zwischen Angeboten zu erkennen und Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Wer einen Heizungstausch plant, kann sich bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen anbieterunabhängig zu geeigneten Heiztechniken und Fördermöglichkeiten beraten lassen. Termine können unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 809 802 400 vereinbart werden.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dank einer Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Landesenergieagentur ThEGA sind in Thüringen auch die Vor-Ort-Termine bei den Ratsuchenden zu Hause kostenfrei.
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