Am Vormittag haben verschiedenste „Warnmittel“ in Thüringen einen Großteil der Bevölkerung erreicht. Zu den wichtigsten zählt hierbei mittlerweile das Mobilfunktelefon. Cell Broadcast Meldungen erreichen alle modernen Smartphones in einer Funkzelle, die eingeschaltet und nicht im Flugmodus sind. Im vergangenen Jahr haben damit laut einer Umfrage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) 72 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer eine lautstarke Warnmeldung erhalten. Es ist davon auszugehen, dass diese Empfangsquote wieder erreicht oder sogar gesteigert wurde. Erstmalig wurde in diesem Jahr auch wieder über Cell Broadcast entwarnt.
In Thüringen haben alle Landkreise und kreisfreien Städte in verschiedenster Form beim Bundesweiten Warntag 2026 mitgemacht. Die Unteren Katastrophenschutzbehörden lösten zwischen 11:00 Uhr und 11:45 Uhr sowohl analoge als auch digitale Sirenen aus. 504 digital angesteuerte Sirenen haben gewarnt und wieder entwarnt.
Innenminister Georg Maier: „Auch die sechste Auflage zeigt, der Warnmittelmix im Freistaat funktioniert. Nicht überall geht alles, doch wir gehen davon aus, dass die meisten Menschen in Thüringen heute eine Testwarnung bekommen, gehört oder gesehen haben. Neben dem Funktionstest ist das ja immer unser Ansinnen, die Bevölkerung für Katastrophenfälle zu sensibilisieren.“
Alle, die die Warn-Apps wie „NINA“ oder „Katwarn“ auf ihren Smartphones installiert haben, sollten heute eine Warnung und Entwarnung erhalten haben. Digitale Stadtinformationstafeln veröffentlichten Warnhinweise. Ebenso haben die Infotafeln am Weimarer Hauptbahnhof gut funktioniert.
Das im vergangenen Jahr neu hinzugekommene Warnsystem „Automatic Safety Alert“, kurz ASA, wurde auf neuen DAB+-Radios erfolgreich ange-steuert. Für den Empfang müssen Nutzer auch selbst aktiv werden und ihre Geräte regional auf einen vorgegebenen Standortcode einstellen. Zudem unterstützen Medienpartner unterstützten den Warntag heute mit Nachrichtenmeldungen bzw. Warndurchsagen.
Die zuständige Fachabteilung des Innenministeriums befand sich heute in Schaltkonferenzen mit den Landkreisen und den kreisfreien Städten sowie dem BBK. Der Verlauf des Warntages wird gemeinsam mit dem BBK in den nächsten Tagen ausgewertet. Bisher ist die Resonanz der Partner positiv. Der Bundesweite Warntag 2026 ist im Freistaat Thüringen ein Erfolg. Gespräche mit externen Partnern zum weiteren Ausbau der Warnmittel in Thüringen sind bereits vereinbart.
Um Schwachstellen aufzudecken und „weiße Flecken“ zu ermitteln, in denen keines oder nur ein einziges der Warnmittel angeschlagen hat, bittet das BBK nun die Bevölkerung in Deutschland um eine Rückmeldung, ob im jeweiligen Umfeld die Warnungen funktioniert haben oder nicht. Dafür wurde im Internet eine Umfrage-Website freigeschaltet: https://www.warntag-umfrage.de/.
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