Laut Recherchen von Frag den Staat hat Ministerpräsident Mario Voigt im Laufe seiner Amtszeit routinemäßig Beiträge und Reden teils vollständig von KI-Programmen verfassen lassen. Dies auch zu sensiblen Anlässen, wie dem Holocaust-Gedenktag oder der Trauerfeier seines verstorbenen Vorgängers. In einem Beitrag zu einem Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren wurden dabei wohl wissenschaftliche Zitate frei erfunden.
Dazu kommentiert Landessprecherin Luisa Zinke: "Wenn ich vor ein paar Wochen im Abitur einfach Zitate erfunden hätte, wäre ich durchgefallen. Wenn Mario Voigt das macht, sind es „zeitgemäße Hilfsmittel". Kein Wunder, dass der Mann seinen Doktortitel verloren hat. Der Ministerpräsident mischt sich immer wieder in Kulturkampfdebatten um Radiomusik und Social-Media-Verbote ein, statt die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich selbst ein bisschen Medienkompetenz anzuschaffen. Lasst uns doch einfach mal in Ruhe und macht euren Job! Mit der Bewältigung der Klimakrise hätte Voigt eigentlich genug zu tun, um keine Scheindebatten lostreten zu müssen."
Landessprecherin Sara Marie Schläger führt weiter aus: „Der ganze Fall ist total absurd und voll an geballter Inkompetenz. Ausgerechnet in einer Debatte über die Musikbranche, in der die Musiker*innen durch KI und Streamingdienste unter Druck stehen, einen Beitrag von KI schreiben zu lassen geht um Welten an den Bedürfnissen der Künstler*innen vorbei. Genauso wie Reden zu wirklich wichtigen Gedenktagen, wie dem 27.01., von künstlicher Intelligenz schreiben zu lassen. Das ist ein würdeloses Verhalten gegenüber Angehöriger und Holocaust-Überlebenden und zeigt wenig Empathie. Man braucht wenig politisches Gespür und ein viel zu großes Ego, um so unreflektiert zu handeln."
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