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„Widerstand. Hörgeschichten aus Thüringen 1939–1945“ — Schmölln Teil des audionarrativen Projekts

Pressemitteilungen
05.05.2026, 08:31 Uhr
Von: Maja Persch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadtverwaltung Schmölln
Ab 8. Mai 2026 ist das audionarrative Projekt „Widerstand. Hörgeschichten aus Thüringen 1939–1945“ online; eine der zwölf Geschichten erzählt in Schmölln von drei Frauen, die polnische Zwangsarbeiter versorgten — mit tragischem Ausgang.

Schmölln — Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau‑Dora und das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus haben gemeinsam mit der Agentur FUNKHAUS ost das audionarrative Geschichtsprojekt „Widerstand. Hörgeschichten aus Thüringen 1939–1945“ realisiert. Ab dem 8. Mai 2026 wird das Projekt landesweit öffentlich zugänglich sein.

Ziel des Projekts ist es, die Zeit des Nationalsozialismus in Thüringen zeitgemäß, niedrigschwellig und differenziert zu vermitteln. Im Mittelpunkt stehen zwölf Hörgeschichten aus unterschiedlichen Orten; eine davon dokumentiert eine Begebenheit aus Schmölln. Die Erzählungen thematisieren widerständiges Handeln, Solidarität und Mitmenschlichkeit sowie die Beziehungen zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangenen und KZ‑Häftlingen.

Die Schmöllner Episode schildert, wie drei deutsche Frauen drei polnische Zwangsarbeiter mit Lebensmitteln versorgten — ein menschlicher Akt, der als Verstoß gegen das NS‑Regime geahndet wurde. Alle Beteiligten wurden festgenommen; die drei polnischen Männer wurden später erschossen, die Frauen öffentlich gedemütigt und in ein Konzentrationslager gebracht. Auf dem Schmöllner Marktplatz erinnert heute eine Plakette an die drei Frauen; die Hinrichtung der polnischen Zwangsarbeiter ist darauf nicht erwähnt.

Ab dem 8. Mai 2026 sind die Hörgeschichten per QR‑Code direkt vor Ort via Smartphone abrufbar; außerdem werden sie im Rahmen von Installationen in Weimar und Nordhausen präsentiert. Auf der Projekt‑Website sind alle zwölf Geschichten gemeinsam verfügbar. Das Projekt lädt dazu ein, lokalgeschichtliche Erinnerung neu zu hören und sich mit Formen des Alltagswiderstands auseinanderzusetzen.

Wichtige Fakten

  • Projekt: „Widerstand. Hörgeschichten aus Thüringen 1939–1945“ (Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau‑Dora, Museum Zwangsarbeit, FUNKHAUS ost)
  • Start: 8. Mai 2026 (landesweit zugänglich)
  • Inhalt: 12 Audionarrative aus Thüringer Orten; eine Geschichte aus Schmölln über drei Frauen und drei polnische Zwangsarbeiter
  • Abruf: QR‑Code vor Ort, Projekt‑Website, Installationen in Weimar und Nordhausen

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