Das Theater Altenburg Gera setzt auf Kontinuität: Generalmusikdirektor Ruben Gazarian bleibt dem Fünf-Sparten-Haus bis zum Sommer 2030 erhalten. Der Dirigent ist seit der Spielzeit 2020/21 in Ostthüringen tätig.
Das Theater Altenburg Gera hat den Vertrag mit Generalmusikdirektor Ruben Gazarian um drei weitere Jahre verlängert. Die entsprechende Vereinbarung unterzeichnete der aus Armenien stammende Dirigent gemeinsam mit Generalintendant Kay Kuntze und dem Kaufmännischen Geschäftsführer Mike Wittich.
Gazarian bleibt damit bis zum Sommer 2030 am Theater Altenburg Gera tätig. Seit seinem Amtsantritt in der Spielzeit 2020/21 prägt er die musikalische Arbeit des Hauses und gilt als eine zentrale Säule der künstlerischen Identität der Region.
Generalintendant Kay Kuntze begrüßt die Vertragsverlängerung ausdrücklich. „Ruben Gazarian leistet mit unserem Orchester herausragende Arbeit“, erklärt Kuntze. Die Spielfreude der Musikerinnen und Musiker zeige, dass sich das Theater glücklich schätzen könne, Gazarian auch künftig am Haus zu wissen.
Auch der Generalmusikdirektor selbst betont seine enge Verbindung zum Theater und zur Region: „Dieses wunderbare Orchester und unser Theater insgesamt sind mir richtig ans Herz gewachsen. Der Enthusiasmus, den ich am Beginn meiner Tätigkeit hier empfand, ist mit der Zeit nur intensiver geworden, deshalb freue ich mich umso mehr auf die weiteren Jahre der gemeinsamen Arbeit.“
Die weitere Tätigkeit in Altenburg und Gera bildet zugleich die Grundlage für Gazarians internationale Arbeit. Seit September 2024 ist er zusätzlich Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Israel Chamber Orchestra in Tel Aviv. Diese Aufgabe nimmt er parallel zu seinem Engagement in Ostthüringen wahr.
Vor seinem Engagement am Theater Altenburg Gera leitete Ruben Gazarian von 2002 bis 2018 insgesamt 16 Jahre lang das Württembergische Kammerorchester Heilbronn. In dieser Zeit dirigierte er mehr als 860 Konzerte und wirkte an 27 CD-Produktionen sowie zahlreichen Rundfunkaufnahmen mit. Für seine Arbeit wurde er mit der Goldenen Münze der Stadt Heilbronn ausgezeichnet.
Anschließend stand Gazarian sechs Spielzeiten lang an der Spitze des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt. Dort baute er die Aufnahmetätigkeit des Orchesters deutlich aus und etablierte unter anderem das „Artist-in-Residence“-Programm. Zu den beteiligten Künstlern zählten internationale Musiker wie Julian Rachlin, Sharon Kam und Fazil Say.
Als Gastdirigent arbeitete Gazarian unter anderem mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem WDR-Sinfonieorchester Köln, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, den Hamburger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Frankfurter Museumsorchester.
Darüber hinaus dirigierte er das Hessische Staatsorchester Wiesbaden, das Orchestre National de Lyon, die Wroclawer Philharmoniker, das Jerusalem Symphony Orchestra, das Orchester der Oper Tel Aviv, die Belgrader Philharmoniker und das Zürcher Kammerorchester.
Kommentare