Mit einer Ausstellung außergewöhnlicher Radierungen wartet die Produzentengalerie Kunstraum, Jüdengasse 7, in Altenburg ab 15. April auf. Tim von Veh, geboren 1963 in Riesa, studierte von 1987 bis 1992 an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig, diplomierte bei Arno Rink und war Meisterschüler bei Ulrich Hachulla.
Seine Radierungen befreite Tim von Veh von dem typischen Format und führte sie in die Welt der Architektur. Dabei belebt er das von Architekten aus Kostengründen schon vor langem getilgten und für tot erklärte Ornament und Detail wieder. So gelingt ihm die Rückkehr dessen in den Wohnraum. Der Künstler arbeitet über Decken um Fenster hinweg und verwandelt Türen in Portale.
Die auf Kupfer geätzten Radierungen und auf japanischem Schoji-Papier farbig gedruckten, filigranen Blätter sind großformatig und werden mit Reis geklebt. Diese alte Technik wurde schon in den Schlössern und Häusern des 17. und 18. Jahrhunderts verwendet. Dennoch waren und sind auch Tim von Vehs Arbeiten zwar auf Wand und Decke befestigt, aber wieder ablösbar. Seine Kunst bleibt so erhalten.
Zur Vernissage am Sonnabend, dem 15. April, um 16 Uhr wird Tim von Veh auch als Musiker erlebbar sein. Mit seiner Gitarre wird er seine Ausstellung in der Galerie Kunstraum, Judengasse 7, in Altenburg eröffnen.
Die Produzentengalerie Kunstraum in der Altenburger Jüdengasse 7 ist freitags von 14 Uhr bis 17.30 Uhr und samstags von 11 Uhr bis 14.30 Uhr geöffnet.
Arbeiten von Tim von Veh (Fotos: Anthony Lowe)
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