„Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen erneut leicht gestiegen. Das hat vor allem saisonale Gründe, auch wenn die Witterung in den letzten Wochen eher mild war. Nach wie vor spüren wir bei den hiesigen Unternehmen Zurückhaltung im Personalgeschäft. Firmen sind weiterhin bemüht, ihre Fachkräfte zu halten, fragen verstärkt nach Unterstützung durch Kurzarbeitergeld bei saisonaler Auftragsflaute, sind aber weniger an neuen Mitarbeitern interessiert. Das bestätigen zum einen die geringeren Bestandszahlen bei den gemeldeten Stellen. Hier haben wir mit aktuell 4.768 Angeboten 21 Prozent weniger als im Februar 2023. Zum anderen spüre ich in meinen Gesprächen mit Unternehmenslenkern immer wieder die Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der Kosten für Energie, Rohstoffe, wie sich die Absatzmärkte regional und überregional entwickeln und in Bezug auf die Verlässlichkeit politischer Rahmenbedingungen. Zugleich bleibt für uns die Integration von ausländischen Arbeitskräften bei weiter steigenden Zahlen eine der größten Herausforderungen. Für die kommenden Wochen rechne ich saisonal bedingt mit etwas Entspannung auf dem regionalen Arbeitsmarkt“ - sagte Stefan Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost.
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar geringfügig gestiegen, und zwar um 74 auf 23.069. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.815 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 7,0%. Vor einem Jahr hatte sie sich auf 6,5% belaufen. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosenzahl bei 8.353, das sind 47 mehr als im Vormonat und 746 mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,5%. Von den Jobcentern betreut werden 14.716 Arbeitslose, das ist ein Plus von 27 gegenüber Januar; im Vergleich zum Februar 2023 waren es 1.069 Arbeitslose mehr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 4,5%.
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen liegt aktuell bei 2.245 Personen, 124 mehr als im Januar und 454 (+25,3%) über dem Wert vom Februar 2023. Dieses deutliche Plus an arbeitslosen Jugendlichen ist dem Umstand geschuldet, dass aktuell die 3,5- jährigen Ausbildungen enden und sich die Jugendlichen bis zur Übernahme oder der Aufnahme einer neuen Beschäftigung arbeitslos melden müssen und auch weiterhin die Zahl arbeitsloser ausländischer Jugendlicher, vor allem aus der Ukraine, zunimmt.
Die Zahl der älteren arbeitslosen Menschen über 50 Jahre ist etwas zurück gegangen. Aktuell sind 9.030 Ältere ohne Beschäftigung, 102 weniger als im Januar, aber 506 mehr als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der arbeitslosen Ausländer ist im Berichtsmonat um 157 Personen gestiegen, auf nun 6.056 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 987 Personen bzw. 19,5 Prozent mehr.
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Ost waren im Februar 4.768 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Januar ist das ein Plus von 109 oder 2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.307 Stellen weniger (–22 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Februar 1.096 neue Arbeitsstellen, das waren 98 oder 8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 1.936 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 58 oder 3%. Zudem wurden im Februar 1.043 Arbeitsstellen abgemeldet, 106 oder 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Von Januar bis Februar gab es insgesamt 1.977 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 68 oder 3%.
Im Februar meldeten sich 4.154 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, etwa so viele wie vor einem Jahr (+4). Gleichzeitig beendeten 4.064 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 213 mehr als im Februar 2023. Seit Jahresbeginn gab es 9.123 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 543 Meldungen. Dem gegenüber stehen 7.346 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 635 Abmeldungen. Im Februar meldeten sich 1.469 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 15 weniger als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 1.168 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, etwa so viele wie vor einem Jahr (–4).
In der Grundsicherung ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Januar angestiegen. Aktuell werden von den Jobcentern im Agenturbezirk Thüringen Ost 14.716 Arbeitslose betreut, 27 mehr als im Vormonat. Zum Vorjahresmonat bedeutet dies allerdings einen Anstieg um 1.069 Personen (+ 7,8 %).
Ende Februar gab es 22.844 Bedarfsgemeinschaften, 113 mehr als im Januar und 600 mehr als im Februar 2023.
Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten lag mit 29.623 Personen um 311 über dem Vormonatswert. Zum Vorjahresmonat gab es einen Anstieg um 1.488 Personen (+ 5,3 %).
Die Träger der Grundsicherung betreuen 63,8 % aller Arbeitslosen.
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar um 29 auf 4.176 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 479 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 9,6%; vor einem Jahr hatte sie sich auf 8,6% belaufen. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 1.262, das sind 21 mehr als im Vormonat und 116 mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,9%. Im Rechtskreis SGB II gab es 2.914 Arbeitslose, das ist ein Plus von 8 gegenüber Januar; im Vergleich zum Februar 2023 waren es 363 Arbeitslose mehr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 6,7%.
Im Februar meldeten sich 608 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 84 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 575 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 24 mehr als im Februar 2023. Seit Jahresbeginn gab es 1.376 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 65 Meldungen. Dem gegenüber stehen 1.021 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 43 Abmeldungen. Im Februar meldeten sich 189 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 32 weniger als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 150 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 11 weniger als vor einem Jahr.
Im Februar waren 707 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Januar ist das ein Plus von 51 oder 8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 119 Stellen weniger (–14 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Februar 118 neue Arbeitsstellen, das waren 41 oder 26 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 198 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 62 oder 24%. Zudem wurden im Februar 122 Arbeitsstellen abgemeldet, 56 oder 31 Prozent weniger als im Vorjahr. Von Januar bis Februar gab es insgesamt 225 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 51 oder 18%.
69,8 Prozent der Arbeitslosen werden im Landkreis Altenburger Land durch das Jobcenter betreut. Das waren im Februar 2.914 Personen, 8 mehr als im Januar und 363 Personen mehr (+ 14,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Beim Jobcenter waren 4.097 Bedarfsgemeinschaften registriert; 254 (+ 6,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr. 5.474 erwerbsfähige Leistungsberechtigte waren gemeldet; 502 mehr (+ 10,1 Prozent) als im Vorjahr.
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