Die beliebten Friedhofsführungen auf dem Altenburger Stadtfriedhof starten auch dieses Jahr wieder und laden zu ungewöhnlichen Einblicken in eines der ältesten noch genutzten Begräbnisgelände Deutschlands ein. Die Führungen finden jeweils um 14 Uhr an den folgenden Sonntagen statt: 30. Mai, 27. Juni, 25. Juli, 29. August, 26. September und 31. Oktober.
Der Altenburger Friedhof ist weit mehr als ein Ort der Trauer: Seit dem 6. Juni 1529 werden hier Bestattungen vorgenommen. Auf rund 15 Hektar präsentiert sich das parkähnliche Gelände mit markanter Architektur, historischer Landschaftsgestaltung und zahlreichen Grabmalen, die Zeugnis von Leben und Wirken bedeutender Bewohner der Stadt ablegen.
Friedhofsführer Andreas Stabrey begleitet die Teilnehmenden auf einer etwa zweistündigen Tour und erzählt von Geschichte, Legenden und den Menschen hinter den Gräbern. Zu den Stationen gehören die Ruhestätten bekannter Persönlichkeiten wie der Altertumsforscher Prof. Ernst Amende, Museumsgründer Bernhard von Lindenau, der Erbauer des Bismarckturms Alfred Wanckel sowie der Maler Ernst Müller‑Gräfe.
Ein besonderes Highlight der Führungen ist die seltene Besichtigung normalerweise verschlossener Innenräume: Besucherinnen und Besucher erhalten Zugang zur Gottesackerkirche sowie zur Friedhofskapelle mit den alten Leichenhallen — Bereiche, die sonst kaum öffentlich zugänglich sind.
Treffpunkt für alle Führungen ist der Eingang des Kirchlichen Friedhofs Altenburg, Grüntaler Weg 4. Tickets kosten 5 Euro pro Person und sind erhältlich in der Tourismusinformation Altenburger Land (Markt 10, 04600 Altenburg). Weitere Informationen telefonisch unter 03447 896-689 oder online auf www.altenburg.travel.
Kommentare