Altenburg. Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz auf menschliches Alltagschaos trifft? Dieser Frage widmet sich die Komödie „Ich hasse Menschen“, die am Samstag, 17. Oktober, um 19.30 Uhr im Heizhaus Altenburg uraufgeführt wird.
Die Handlung spielt in einer Wohngemeinschaft der nahen Zukunft. Während die Lieferfahrerin Cuba den größten Teil ihres Tages im Metaverse verbringt, hat Saugroboter Volker mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Zwar verfügt er über den Intellekt eines Nobelpreisträgers, doch weder kann er Krebs heilen noch den Klimawandel stoppen. Nicht einmal den Weg zurück in seine Ladestation findet er allein – denn Cuba weigert sich, aufzuräumen.
Abhilfe soll die neue Mitbewohnerin Fanny schaffen. Als ausgebildete Mensch-Maschinen-Therapeutin soll sie die ungewöhnliche Wohngemeinschaft wieder ins Gleichgewicht bringen.
Die Uraufführung von Lena Rucker und Nils Corte entwirft eine ebenso komische wie irritierende Welt von morgen. In dieser Zukunft entscheiden Chatbots über berufliche Laufbahnen, während der Kühlschrank ungefragt auf die Einhaltung der richtigen Ernährung achtet.
Hinter der satirischen Handlung steht eine hochaktuelle Frage: Wie soll die Gesellschaft mit Künstlicher Intelligenz umgehen? Ist KI eine existenzielle Bedrohung oder eröffnet sie Chancen für mehr Demokratie und globale Gerechtigkeit? Und kann eine Maschine, die weder glaubt, liebt noch hofft, Menschen dennoch überzeugend vorspielen, all das zu können?
Die postdigitale Tragikomödie fragt außerdem, ob es überhaupt eine Rolle spielt, was hinter einer solchen Simulation steckt – solange sie überzeugend genug ist.
„Ich hasse Menschen“ ist eine Koproduktion des Theaters Altenburg Gera und der ARGEkultur Salzburg. Das Stück ist in der Kategorie „Medien“ für den nationalen Theaterpreis DER FAUST nominiert.
Informationen und Tickets gibt es an den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 in Gera und 03447 585160 in Altenburg sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de.
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