Die Kabinett‑Ausstellung „Mehr als Schwarz und Weiß: Nackte Nymphen und scharfe Schnitte“ im Museum Burg Posterstein bietet einen umfangreichen Einblick in Leben und Werk der Künstlerin Luise Neupert. Eröffnet wird die Schau am 3. Mai um 15:00 Uhr mit einer szenisch‑musikalischen Lesung aus Petronius’ „Das Gastmahl des Trimalchio“ im Rohbau des Nordflügels; Marcella von Jan liest, Matthias von Hintzenstern begleitet musikalisch. Eine vom Künstlerpaar illustrierte Ausgabe des Texts ist Teil der Präsentation. Journalisten sind zum Ausstellungsaufbau und zur Eröffnung vorab eingeladen.
Luise Neupert (geb. Luise Keil, 14.9.1926 – 2009) studierte an der Kunstgewerbeschule Leipzig und der Hochschule für Grafik und Buchkunst; sie arbeitete in Grafik, Illustration, Textildesign und Keramik, wurde aber vor allem durch ihre meisterhaften Scherenschnitte bekannt. Gemeinsam mit ihrem Mann Hans Neupert gestaltete sie außerdem Messeauftritte und Werbeprodukte zahlreicher DDR‑Betriebe. Ihre Scherenschnitte sind in Museumssammlungen vertreten und vielfach publiziert.
Anlässlich ihres 100. Geburtstags 2026 zeigt Burg Posterstein über 70 Werke, ergänzt durch Teile des persönlichen Nachlasses des Künstlerpaares (Vermächtnis) und Gebrauchsgrafik aus der Sammlung des Museums für Angewandte Kunst Gera; ein Filmprojekt begleitet die Ausstellung. Parallel präsentiert die Städtische Galerie Schmölln Luise Neuperts Märchenbilder.
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