Am Sonnabend, den 27. Januar 2024, um 14:00 Uhr, in den Räumen vom Altenburger Geschichtsverein in der Marktgasse, Altenburg
Aus dem Antikriegsroman von Bertha von Suttner (1843-1914).
Vorgetragen von Dr. Viola Schubert-Lehnhardt.
Ihr Kampf für die Liebe war ein Skandal, ihr Kampf gegen die Waffen veranlasste die Weltmächte sie zur ersten Friedensnobelpreisträgerin der Welt zu küren. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg: von der behüteten Tochter „aus gutem Hause“, Gouvernante im Hause des Barons Kinsky, Jahre im Exil in Mingrelien (eine Landschaft im Westen Georgiens). Dort muss sie nicht nur Lernen sich selbst anzukleiden, einen Haushalt zu führen und zu kochen, sondern auch sich als Schriftstellerin zu etablieren, um so zum Unterhalt der kleinen Familie beizutragen. Dieser Aufenthalt zieht sich über 7 Jahre und verschiedene Städte hin, bis beide (inzwischen als Schriftsteller anerkannt) nach Schloss Harmannsdorf zurückkehren. In Auseinandersetzung mit den konservativ-bornierten Ansichten ihrer Schwiegereltern über die Rolle der Frau, die Funktion von Kriegen und erwarteter Vaterlandsliebe entwickelt sich ihre schriftstellerische Tätigkeit von „freundlichen Fortsetzungsromanen“ hin zu Auseinandersetzungen mit dem kriegerischen Geschehen ihrer Zeit und dessen Folgen vor allem für Frauen und Kinder. Es gipfelt in ihrem Roman „Die Waffen nieder“ (1889), der sie endgültig zur anerkannten Pazifistin und vielbeachteten Rednerin macht.
Übrigens: In Paris trifft Bertha von Suttner den Industriellen Alfred Nobel (1833-1896) wieder, den sie zehn Jahre zuvor kennengelernt hat. Er unterstützt ihr pazifistisches Engagement und stiftet den nach ihm benannten „Friedensnobelpreis“.
Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.
Hinweis: Diese Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen gefördert.
Info durch AGV: 0160 94788705
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