Gezeigt werden im verdunkelten Burgkeller Märchen wie zu
Omas Zeiten, denn zum Einsatz kommen ein historischer Rollfilm-Projektor und DEFA-
Colorbildband-Märchen. Im Anschluss an die Märchenvorführung bietet sich ein Besuch der
diesjährigen Krippenausstellung „Morgen, Kinder, wird’s was geben: Weihnachten im
Kabinett“ an.
Darüber hinaus zogen Kinder des Kindergartens „Postersteiner Burggeister“, der Partner-
Kita des Museums, die Gewinner des Kinderburg-Gewinnspiels. Das Gewinnspiel gehört zur
Familien-Ausstellung „Die Kinderburg“, bei der Kinder die Burg mit Schatzkarte erkunden.
Gewonnen haben in diesem Jahr ein Kind aus Schmölln, eines aus Gera und eines aus der
Nähe von Coburg. Alle drei bekommen noch pünktlich zum Weihnachtsfest je ein Geschenk
von den Postersteiner Burggeistern Posti und Stein. Insgesamt nahmen fast 1200 Kinder am
Gewinnspiel teil.
18. Dezember, 15 Uhr
Weihnachtliche Märchenstunde
Weihnachtszeit ist Märchenzeit. Eine Rarität der DDR-Zeit sind die DEFA-Color-Bildbände, auch Dia-Rollfilme genannt. In den 1950er bis Ende der 1970er-Jahren war es ein Highlight für viele Kinder, wenn Eltern oder Großeltern im abgedunkelten Raum Märchen und andere Geschichten an die Wand projizierten. Gezeigt wurden die Filme mit Hilfe eines manuell bedienten Rollfilm-Projektors, der Text dazu wurde vorgelesen. – Genau so soll diese Tradition zur Weihnachtlichen Märchenstunde am 18. Dezember, 15 Uhr, im abgedunkelten Keller der Burg Posterstein wieder aufleben.
Die Gewinner des Kinderburg-Gewinnspiels
Im Lauf des Jahres 2022 warfen fast 1200 Kinder das richtige Lösungswort des Kinderburg-Gewinnspiels in den Lostopf. Daran spiegelt sich deutlich, wie gut die Familien-Ausstellung ankommt.
Das Kinderburg-Rätsel funktioniert so: Wer die Familienausstellung „Die Kinderburg“ besucht, bekommt zur Eintrittskarte eine Schatzkarte durch die Burg. An verschiedenen Stationen geben schwarze Würfel Antworten auf von Kindern gestellte Fragen: Wie schwer ist ein Kettenhemd? Wie pullerte ein Ritter in Rüstung? Besaß jeder Ritter eine Burg? Die Kinder erkunden interaktiv, wie Burgherren und Burgfrauen der vergangenen Jahrhunderte lebten, sehen wie Ritter ihre Rüstungen anzogen und üben Tanzen wie Salonprinzessinnen.
Überall in der Ausstellung verbergen sich Buchstaben, die richtig zusammengesetzt ein Lösungswort ergeben. 2022 lautete das Lösungswort BURGDRACHE. Ab jetzt gibt es ein neues Lösungswort und damit eine neue Chance auf Geschenke der Postersteiner Burggeister Posti und Stein.
Noch bis 8. Januar 2023
Morgen, Kinder, wird’s was geben: Weihnachten im Kabinett
Jedes Jahr in der Weihnachtszeit zeigt das Museum Burg Posterstein eine Auswahl aus seiner umfangreichen Weihnachtskrippen-Sammlung. Die Sammlung umfasst über 500 Exponate mit Krippen aus vier Kontinenten. In diesem Jahr liegt der thematische Schwerpunkt auf Weihnachtskrippen und weihnachtlichen Traditionen aus dem deutschsprachigen und böhmischen Raum.
Für die Dauer des Wiederaufbaus des Nordflügels der Burg, der 2023 beginnen soll, startet das Museum die Reihe „Ausstellungen im Kabinett” im ersten Sonderschau-Raum. Die Ausstellung „Morgen, Kinder, wird’s was geben – Weihnachten im Kabinett” ist die erste dieser Reihe.
Weihnachtskrippe, Weihnachtsberg, Pyramide, Nussknacker, Puppenstube, Adventskalender – auf engstem Raum zeigt die Ausstellung die Vielfalt weihnachtlicher Traditionen und Bräuche im deutschsprachigen und böhmischen Raum.
Außerdem möchte das Museumsteam von den Besuchern wissen: Welche Traditionen gehören bei Ihnen zum Weihnachtsfest? Die Ergebnisse werden im Museumsblog und in der digitalen Weihnachtsausstellung zusammengefasst.
Einzelstücke vorgestellt: Der Krippenberg aus der Sammlung des Museums Burg Posterstein
Weihnachtsberge, auch Weihnachtswinkel oder Krippenberge genannt, erfreuten sind vor allem in Böhmen und im Erzgebirge großer Beliebtheit. Einer davon wird in der Ausstellung zu sehen sein. Meist wurde zum Aufstellen eine Ecke (Winkel) des Zimmers gewählt und auf einem entsprechenden Regal oder Tisch entstanden zum Teil ganze Dörfer oder Bergwerke, die als Spielort der Geburt Christi dienten.
Einzelstücke vorgestellt: Das Fränkische Mettla
Das Mettla ist eine besondere Art Weihnachtsleuchter in Coburg in Franken. Der Name leitet sich ab von „Permette“, das heißt: „zur Mette“ oder „zur Christmette“. Man könnte das Mettla als unvollendete Form der Weihnachtspyramide bezeichnen: sechseckig als Symbol für den Stern von Bethlehem, umgeben mit einem Zaun mit lichttragenden Säulen und einer Pforte. Im Gärtlein (Mettla) werden Krippenfiguren aufgestellt und als Symbol für das Paradies wird ein kleiner roter Apfel dazugelegt.
Das Mettla aus der Sammlung des Museums Burg Posterstein ist nach historischer Vorlage gefertigt und kombiniert mit einer Olivenholzkrippe aus Israel.
Einzelstücke vorgestellt: Eine Dauerleihgabe aus Bergisch Gladbach
Zum ersten Mal zeigt das Museum Burg Posterstein dieses Jahr eine große, beleuchtete, sizilianische Figurenkrippe. Diese stellt ein privater Krippensammler dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Aufmerksam wurde er auf die Postersteiner Krippensammlung durch die digitale Weihnachtskrippen-Ausstellung des Museums.
Die Weihnachtskrippensammlung im Museum Burg Posterstein
Die Krippensammlung des Museums Burg Posterstein entstand durch Schenkungen privater Sammlerinnen und Sammler, die das Museum seither durch eigene Ankäufe ergänzt. Den Grundstock bildet die umfangreiche Sammlung von Jürgen P. Riewe und seiner Frau Carolin Riewe aus Hannover, die dem Museum 1994 übergeben wurde. 2013 stiftete eine andere private Sammlerin aus Hannover dem Museum ihre eigene, ebenfalls umfangreiche Krippensammlung. Inzwischen sind mehrere weitere Schenkungen dazugekommen, darunter eine große Sammlung Adventskalender. Jedes Jahr in der Weihnachtszeit zeigt das Museum Burg Posterstein eine Auswahl der über 500 Exponate, zu der auch über 170 Bücher und weiterführende volkskundliche Informationen gehören. Die jährliche Sonderschau setzt jeweils einen neuen thematischen Schwerpunkt.
Einen Blick in die Sammlung bietet unsere digitale Weihnachtskrippen-Ausstellung. Sie ist ein erster Schritt, um die Postersteiner Weihnachtskrippensammlung ganzjährig digital zugänglich zu machen.
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