Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den Landkreis Altenburger Land seit 2024 offiziell als FSME-Risikogebiet eingestuft. Diese Einstufung ist auf die steigende Anzahl von Zeckenbissen und das erhöhte Risiko der Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zurückzuführen.
Zecken sind in der Region besonders von Frühjahr bis Herbst aktiv. Björn Rechenberger, Amtsarzt des Landkreises, warnt jedoch vor den Auswirkungen des Klimawandels: „Die milden Winter führen zu einer fast ganzjährigen Aktivität von Zecken. Sie überwintern erfolgreicher und sind somit dauerhaft aktiv, was die Infektionsgefahr erhöht.“
Die häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger sind Borrelien, die Borreliose verursachen können. Diese Erkrankung zeigt verschiedene Verlaufsformen und kann Symptome von Hautirritationen bis hin zu Entzündungen von Nerven, Gelenken und Herzmuskeln hervorrufen. Ein charakteristisches Zeichen ist die Wanderröte, eine großflächige, kreisförmige Rötung an der Einstichstelle.
Um einer Infektion vorzubeugen, wird Folgendes empfohlen:
Falls sich eine Zecke festgebissen hat, sollte sie umgehend entfernt werden, da die Gefahr einer Borrelien-Übertragung mit der Verweildauer der Zecke steigt. Die bakterielle Erkrankung kann mit Antibiotika behandelt werden, eine Impfung gegen Borreliose gibt es jedoch nicht.
Ein weiterer Erreger, der durch Zecken übertragen werden kann, ist das FSME-Virus, das ernsthafte Erkrankungen des zentralen Nervensystems hervorrufen kann. „Der zuverlässigste Schutz gegen FSME ist die FSME-Impfung“, erklärt Björn Rechenberger. Diese wird insbesondere für Personen empfohlen, die in Risikogebieten wohnen, arbeiten oder dort Urlaub machen.
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